Rumänische Donau

Turnu Severin

In Turnu Severin auf der rumänischen Seite klarieren wir ein. Nach ein paar üblichen Fragen vom Zoll erhalten wir freie Fahrt. Zum ersten Mal sollen wir hier eine niedrige Gebühr für das Anlegen am Ponton zahlen. Da wir jedoch noch keine Lei haben kommen wir am nächsten Tag vorbei. Dieser diensthabende Beamte sagt uns das es nichts kostet. Das ist für uns auch in Ordnung.

Vom Yachtponton Aurora aus bewegen wir uns wegen streunender Hunde nur mit dem Taxi vorwärts. Es sind so geringfügige Preise für die Taxifahrten das damit jedem geholfen ist und uns vor evtl. Bissen schützt. Die Arbeiter am Yachtponton Aurora sind sehr hilfsbereit und unsere Zeit dort vergeht schnell , wohl auch wegen der vielen Arbeit am Schiff.

Schleuse Djerdap 2

Weiter auf dem Weg zur Schleuse Djerdap 2 verwandelt sich das industrielle Donauufer wieder zu üppigem Grün und dem üblichen Bild von Badegästen und Anglern.

Bis zur Schleuse haben wir kaum noch Strömung. Diese nimmt jedoch im Vorhafen der Schleuse wieder zu und lässt uns Sagarena nicht anlegen. Wir müssten dazu den Bug zu Berg drehen als die Schleuseneinfahrt grünes Licht gibt. Wir klären nochmals mit den Schleusenarbeitern ab das wir in der Schleuse vor der Brücke zum schleusen festmachen können ohne mit dem Heck an der sichtbaren Mauer bei sinkendem Wasserstand aufzusitzen.

Als es abwärts geht in der Schleuse sehen wir die Schleusen mauer sehr nahe am Heck. Doch es hat noch Platz wie es uns zugesagt wurde.

Wir sind das einzige Boot welches in der Schleuse ist.

Weiterfahrt

Bei der Ausfahrt zu Tal legt die Donau rasant mit Stromstärken und Verwirbelungen zu. Wir haben ruck zuck 15 km bei weniger Umdrehungen wie üblich.

Vorbei geht es an den Wracks aus dem 2 Weltkrieg. Diese begleiten uns noch lange Zeit, nicht immer gut sichtbar.

Der Wasserstand fällt einmalig auf 2,70 m . Wir scheinen uns in der Fahrrinne zu bewegen.

Wir haben uns entschlossen auf der Rumänischen Seite der Donau zu bleiben und erleben nun zum ersten mal die Schwierigkeit keinen Liegeplatz vor Einbruch der Dunkelheit zu haben.

Zum ersten haben wir uns entschlossen nicht an der Schleuse zu übernachten  und zum zweiten sind wir in schlechtes Wetter gekommen. Unser Ziel Calafat werden wir bei Nacht erreichen.

Das plötzlich schlechte Wetter mit 7 Bft und meter hohen Wellen genau gegen an lässt Sagarena langsam werden. Sie stampft sich durch die wild gewordene Donau und wir verlieren an Fahrt welche wir zum erreichen des Ziels bei Tageslicht gebraucht hätten. Wir versuchen es mit ein bisschen kreuzen was jedoch nicht gut möglich ist wegen der geringen Wassertiefe . Also weiter gegen an in die Abenddämmerung und dann in das Dunkel der Nacht. Einmalige Kurskorrektur bei einem Wasserstand von 2,10 m der sich nicht auf unserem Kurs befinden darf. Wir steuern bei “ Donaugang “ und Brecher die über den Bug kommen durch die Brücke von Calafat , suchen den von einem Kreuzfahrtschiff belegten Ponton, fahren weiter zur Polizei bei denen wir nicht anlegen dürfen und die uns logischer Weise an den Ponton verweisen. Sprechen möchten sie auch nicht so richtig mit uns und zu einer Lösung tragen sie auch nicht bei. Wir schippern außerhalb der Fahrrinne weiter, erschrecken als ein dunkler Bug eines vor Anker liegenden abgestellten rostigem Schiffes nahe querab erscheint und ziehen weiter unsere Bahn ohne die Ankerkette zu streifen.

Unsere Rettung

Mit unserem Strahler leuchten wir die für uns möglichen festgemachten Schiffe an und haben großes Glück bei “ Pronto mit Svad 1 “ den Captain anzutreffen welcher uns zuwinkt und beim Anlegen behilflich ist.  Es entsteht eine spontane Hilfsbereitschaft des Kapitäns für die geplante Weiterfahrt und am nächsten Tag legen wir längsseits festgemacht an Proton mit ab. Wir bleiben die Zeit bis nach Konstanza verschnürt.

Für uns eine große Erleichterung bei den momentanen Gegebenheiten der Donau sicher an das Ziel zu kommen.

Beim Ablegen  am nächsten Tag sehen wir das Wrack welches uns nur knapp in der dunklen Nacht zuvor entkommen ist.

Wir zeigen uns gegenseitig die Boote , werden zum Abendessen eingeladen und dürfen auf der Brücke beim Kapitän dabei sein. Wir erleben ein lockeres, diszipliniertes Bord leben.

Der Hafenmeister frägt per Funk an wohin uns Pronto mitnimmt und nun dürfte diesem Abschnitt der Reise nichts mehr im Wege stehen.

Die Fahrtroute durch die Abschnitte der Donau mit ihrem niedrigem Wasserstand sind doch sehr abenteuerlich und ich frage mich ob wir diese Fahrrinne immer gefunden hätten.

2.10 m Wassertiefe  in der Fahrrinne von knapp 150 m am linken Ufer bei einer  Donaubreite von 1,3 km an dieser Stelle und  über 3 Kilometer Distanz. Das ist nur eine der häufigen Untiefen zur Zeit.

Wir haben 3 Tage schlechtes Wetter mit Regen und mäßiger Sicht. Sagarena fährt längsseits festgemacht weiter zu Tal und darf so manche kritische Stelle der Donau unbeschadet passieren. Bei km 567 liegt ein Frachter in den Untiefen der Fahrrinne fest. Harte Verhandlungen über Funk bezüglich des Bergelohnes finden statt und dauern ihre Zeit.

Als die Passage frei wird und wir an der Reihe mit der Durchfahrt sind bekreuzigt sich der Kapitän zweimal. Wir ahnen nichts gutes.

Der zweite Steuerstand am angehängten Schiff ist besetzt , mit dem Bordtelefon in der Hand geht es los.

Ich könnte an dieser Stelle nicht sagen ,dass die Berufsschifffahrt langweilig ist.

Wir pflügen durch den Sand der Donau mit full Speed beider Schiffsmotoren, hinter den Hecks ist es nur noch braun. Es knirscht unter dem Kiel ohne Ende. Die Anspannung des Kapitäns mit Co Kapitän sind zu spüren. Ihre Willenskraft auch und die Anspannung fällt ab nachdem die Schiffe wieder schwimmen. Wir hatten 0 Meter für eine Zeit unter dem Kiel. Sagarena hing mit Lage wie auf See in den Seilen und wurde mit um die Kurve in der Passage gezogen.

Darauf waren wir nicht vorbereitet. Es stand nichts mehr auf seinem Platz.

An dieser Stelle hat es in der Donau mehr Sandbänke wie Wasser.

Unser Kapitän lies uns wissen das dies die schlimmste Stelle gewesen sei und die folgenden nicht so schlimm werden.

Morgen käme noch einmal eine schwierige Passage.

An dieser Stelle sei bemerkt: Ohne diese Crew hätten wir es nicht gepackt die Donau zu dieser Jahreszeit zu passieren. Trotz aktuellen Update des Navigationsprogrammes wären wir stündlich aufgelaufen und das ist bitterer ernst.

Aber es geht uns so wie es ist gut und Sagarena kommt an ihr Ziel.

Am Nachmittag bekommen wir Besuch von der Crew. Ein Kabelanschluss kann gepresst werden und das Loch für den Terminal am Kutterstag wird zu Ende gebohrt.

Beim Kaffee haben die Jungs noch Ihren Spaß und irgendwie klappt es mit der Verständigung. Inzwischen  sind alle einmal im Schiff gewesen und finden es wohl sehr interessant.

Wir freuen uns über diese Gemeinsamkeiten auf einem Fluss der viele Länder verbindet. Einem Fluss gezeichnet von Kriegen und Zerstörung deren Städte mit jungen Menschen ihren Lebensmut nicht verloren haben. Wir erleben eine unsagbare Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit der Menschen welche wir auf unserer Reise entlang der Donau antreffen.

Am Ufer winkt man uns zu. Manchmal liegt das Ufer während der Fahrt so nahe das ein Austausch stattfinden kann. Wohin unsere Reise geht ist die Frage aller Fragen und winkende Kinderhände wedeln durch die Luft.

Bald wird der Anker für die Nacht fallen.

Eine Stunde nach Anker auf um 6:00 Uhr stoppen beide Maschinen ab. Die Brücke von Rousse haben wir vor dem Bug. Eigentlich eine normale Angelegenheit. Wir haben jedoch 2 verschiedene Höhenangaben und ein Schiff mit 14 m Höhe.

Der Kapitän von unserem" Donautaxi "hat in seinen Unterlagen 13,10 m und wir haben 17 m Höhe in unseren Unterlagen.

Im Rückwärtsgang beider Maschinen geht es mit Augenmaß unten durch und es sind mehr wie 13.10 m Brückenhöhe.

Weiter geht es auf der Donau , vorbei an idyllischen Uferabschnitten, bis zur Abzweigung in den Bala - Arm. Die Donau ist im folgenden Abschnitt wegen des niedrigen Wasserstandes nicht befahrbar. Unser mitlaufendes Naviprogramm verlässt uns an dieser Stelle wie wir die Donau.

An gleicher Stelle zur gleichen Zeit im letzten Jahr ( 2014 ) hatte die Donau 4 Meter mehr Wasser.

Die Einfahrt in den Bala - Arm erfordert Präzision wegen ihrer Enge und dem höheren Wasserstand der in die Donau hinausläuft. Verwirbelungen begleiten die Passage. Der Bala - Arm an sich ist ein kurvenreiches Ereignis mit wunderschönem Ufer. Die Tiefe in der Fahrrinne ist mehr als ausreichend. Nach der Durchfahrt des Bala - Arms biegen wir in den Borcea - Arm ein um dann wieder in der Donau weiterfahren zu können. Dann aber Bergauf bis zur Abzweigung in den Donau - Schwarzmeer - Kanal. Die nicht eingeplanten Brücken auf diesem Weg haben zum Glück die erforderliche Höhe um mit dem Mast passieren zu können. Dann gibt es wohl endlich die allerletzten Schleusen auf diesem Weg in das Meer.

 

Yachthafen Auroa

Yachthafen Aurora

Turnu Severin

Turnu Severin

Ufer abgebrochen

Ufer

Rumänien Donauweite

Rumänien Donauweite

Rumänien Donauweite

Rumänien Donauweite

Rumänien Donauweite

Rumänien Donauweite

Schleusenhund

liebe Streunerin

Djedap 2 Schleuse

Djedap 2 Schleuse

Hoffentlich endlich die letzte

Hoffentlich endlich die letzte

Reicht es vor der Brücke?

Reicht es vor der Brücke?

Reicht es vor der Brücke?

Reicht es vor der Brücke?

Reicht es vor der Brücke?

Reicht es am Heck

Djedap 2 geschafft

Djedap 2 geschafft

Djedap 2 geschafft

Djedap 2 geschafft

Djedap 2 geschafft

Djedap 2 geschafft

Rumänien Donauweite

Wrack

Rumänien Donauweite

Wrack

Badeplausch

Badeplausch

Rumänien Donauweite

Walachei

Rumänien Donauweite

Walachei

Rumänien Impression

schräger Polozeianleger

Rumänien Impression

Walachei

Rumänien Impression

Walachei

Rumänien Impression

Walachei

Rumänien Impression

Walachei

Rumänien Herde

Rumänien Herde

Gegenwind bis 7 bf

Gegenwind bis 7 bf

Gegenwind bis 7 bf

Gegenwind bis 7 bf

Captain multitasking

Captain multitasking

Captain Stv?

Captain Stv?

Gute Unterhalterin

Frau auf der Brücke

Kontrollteam

Kontrollteam

Maschienenraum

Maschienenraum

der Matrose

der Matrose

Der Captain hilft mit

Der Captain hilft mit

Super Crew kocht für uns

Einladung zum Essen

was für ein Team - Kutterstag wird ausgebohrt

was für ein Team - Kutterstag wird ausgebohrt

was für ein Team - Kutterstag wird ausgebohrt

was für ein Team - Kutterstag wird ausgebohrt

verdienter Kaffee

verdienter Kaffee

was für ein Team - Mechaniker hilft

was für ein Team - Mechaniker hilft

was für ein Team - Kutterstag wird ausgebohrt

was für ein Team - Kutterstag wird ausgebohrt

Mast verkabeln

Mast verkabeln

Englisches Wetter

Englisches Wetter

es wird eng

es wird eng

Überholmanöver

Überholmanöver

Kontrollblick

Kontrollblick

Spleissarbeiten

Spleissarbeiten

Captain

Captain

Längsseits mit 15 km/h

Längsseits mit 15 km/h

Pronto + Svad 1

Pronto + Svad 1

Rumänien Teil 1_00027

Reparaturhilfe

Reparaturhilfe

Kontrollblick

Kontrollblick

Pronto + Svad 1

Pronto + Svad 1

Bugleinen

Bugleinen

Pronto + Svad 1

Pronto + Svad 1

guter Leseplatz

guter Leseplatz

Bugleien werden nachgezogen

Bugleinen werden nachgezogen

Rumänien Teil 1_00046

Schafherde

Schafherde

Sandbänke überall

Sandbänke überall

Rumänien Teil 1_00032

Abgebrochene Ufer

Rumänien Teil 1_00033

Durchfahrten

Rumänien Teil 1_00034

Abstand zum Ufer

Sandbänke überall

Sandbänke mit Pelikanen

Rumänische Weite

Rumänische Weite

Rumänische Weite

Rumänische Weite

Rumänische Weite

Rumänische Weite

Sandbänke überall

Sandbänke überall

Sandbänke überall

Sandbänke überall

Starke Strudel

Starke Strudel Bala - Arm

Starke Strudel

Einfahrt zu Tal  in Bala - Arm

Rumänien Teil 1_00050

im Bala - Arm

Rumänien Teil 1_00051

im Bala - Arm

Pronto + Svad 1

Pronto + Svad 1

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